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Karsai bei Zwischenergebnis weiter vorn

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Karsai bei Zwischenergebnis weiter vorn

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Nach der Präsidentenwahl in Afghanistan liegt Hamid Karsai bei der Auszählung weiterhin vorn. Der Amtsinhaber hat demnach bisher 48,6 Prozent der Stimmen bekommen – nach Auszählung von fast drei Vierteln aller Wahllokale.

Die Wahlkommission teilte auch mit, die Ergebnisse aus fast fünfhundert der 28000 Wahllokale seien ungültig. Es habe dort ausreichende Beweise für Betrug gegeben, sagte der Wahlleiter. Das hätten die eigenen Leute vor Ort festgestellt. Nach diesem Zwischenergebnis entfallen auf Karsais stärksten Herausforderer Abdullah Abdullah 31,7 Prozent. Ein dritter Bewerber liegt bei gut zehn Prozent; alle anderen sind weit abgeschlagen. Unklar ist nun weiter, ob Karsai schon im ersten Wahlgang über fünfzig Prozent kommt und damit eine Stichwahl gegen Abdullah vermeiden kann. Allerdings kommen die noch fehlenden Stimmen vor allem aus dem Süden Afghanistans, der Hochburg von Karsai. Andererseits war dort die Wahlbeteiligung wahrscheinlich gering, wegen der Einschüchterung durch die Aufständischen. Auch die meisten Einwände gegen den Wahlverlauf beziehen sich auf diese Gebiete. Mehr als zweitausend Beschwerden liegen inzwischen vor.