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Keine Einigung über Boni-Zahlungen

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Keine Einigung über Boni-Zahlungen

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Die Finanzminister der G-20-Staaten haben sich in London nicht auf eine endgültige Regelung über Boni-Zahlungen für Banker einigen können. Die von Deutschland und Frankreich angestrebte Festsetzung einer Obergrenze lehnten sowohl die USA als auch Großbritannien ab. Dennoch sagten beide Staaten in einer Kompromissformulierung eine Limitierung der Gehälter zu. Der britische Finanzminister Alistair Darling: “Ich hoffe, wir beginnen nun eine neue Ära, in der es nicht wieder zu einer Situation kommt, in der Banker Bonuszahlungen für ihr rücksichtsloses Verhalten einstreichen, mit dem sie vielleicht die Bankhäuser selbst gefährden und sogar die Staaten, in denen diese Banken operieren.” Warnende Stimmen gab es auch, das Ausmaß der Konjunkturhilfen nun zu schnell wieder zurückzufahren. So sagte Dominique Strauss-Kahn, Direktor des Internationalen Währungsfonds: “Denken wir doch bitte auch an den Arbeiter in Deutschland, Frankreich oder den USA, der im November seinen Job verliert. Für diese Menschen ist die Krise nicht vorüber, sie kommt erst noch auf sie zu. Da die Arbeitslosenquoten weltweit immer noch steigen, ist die Krise definitiv nocht nicht vorüber.” Deutschland, Frankreich und Japan konnten zuletzt wieder ein kleines Wirtschaftswachstum verzeichnen. In Großbritannien und den USA rief das die Sorge hervor, dass sie ihre Konjunkturanreize einstellen könnten. Das Finanzsystem zeige zwar Zeichen der Erholung, dennoch stehe man vor signifikanten Herausforderungen,da die Arbeitslosigkeit unakzeptabel hoch sei.