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Lage in Xinjiang etwas beruhigt

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Lage in Xinjiang etwas beruhigt

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Die Lage in Xinjiang hat sich etwas beruhigt: Die Polizei in der chinesischen Unruheregion löste nur eine kleine Kundgebung auf, die sich nach dem Gerücht über einen erneuten Nadelangriff gebildet hatte.

Zwei Funktionäre sind inzwischen abgesetzt: Der Polizeichef von Xinjiang sowie der Stadtsekretär der Kommunisten in Urumqi. Manche wollen mehr: “Was ist jetzt mit Xinjiangs Parteichef”, fragt sie. “Die Leute haben das satt mit diesen Nadelangriffen. Überall haben wir Angst. Man kann nicht mal zur Arbeit.” “Mit seinem Rücktritt, das muss die Regierung sehen”, meint dagegen er. “Die Leute haben eben aus Ärger sowas gerufen. Die Regierung hat das nicht toll gemacht, aber das wird schon noch besser.” Auslöser der jetzigen Proteste waren Angriffe mit Injektionsnadeln, zumeist wohl auf ethnische Chinesen. Zwischen ihnen und den Uiguren, die in Xinjiang die größte Gruppe bilden, gibt es seit langem Spannungen. Bei Unruhen im Juli wurden fast zweihundert Menschen getötet. Von den jetzigen Nadelangriffen wurden nach Behördenangaben mehr als fünfhundert Fälle gemeldet; nur in jedem dritten Fall wurden aber Anzeichen festgestellt. Ärzte haben inzwischen Befürchtungen zerstreut, die Nadeln könnten mit AIDS verseucht gewesen sein.