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NATO bemüht sich um Aufklärung des Luftangriffs

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NATO bemüht sich um Aufklärung des Luftangriffs

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Nach dem Luftangriff in Afghanistan mit Dutzenden Toten bemüht sich die NATO um Aufklärung. Auch wächst die Kritik an der Bundeswehr, die den Einsatz angeordnet hatte. Der oberste Kommandeur der Allianz in Afghanistan, US-General Stanley McChrystal, besuchte den Ort des Angriffs auf die von Taliban-Kämpfern gekaperten Tanklaster nahe Kundus und sprach mit Verletzten und Dorfbewohnern. Weil ihm nicht alle Fakten bekannt seien, wolle er die künftigen Ermittlungen durch voreilige Schlussfolgerungen nicht beeinflussen, so der General. Doch auch nach dem Besuch im Krankenhaus sei klar, dass Zivilisten verletzt worden seien.

Die Europäische Union sprach von einer Tragödie und Frankreichs Regierung von einem großen Fehler. Der deutsche Verteidigungsminister Franz Josef Jung rechtfertigte den Luftangriff. Medienvertreter zählten in zwei Dörfern in der Nähe des Angriffsortes 60 frische Gräber. Afghanischen Angaben nach kamen bei dem Vorfall am Freitagmorgen bis zu 150 Zivilisten ums Leben.