Eilmeldung

Eilmeldung

Trauer in Bulgarien nach Bootsunglück

Sie lesen gerade:

Trauer in Bulgarien nach Bootsunglück

Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem Schiffsunglück auf dem Ohrid-See, bei dem 15 bulgarische Touristen ums Leben gekommen waren, hat sich der bulgarische Staatspräsident Georgi Perwanow an den Unglücksort begeben. Perwanow besuchte die Überlebenden. Er will sie an Bord seines Sonderflugzeugs in die Heimat zu begleiten. Sein mazedonischer Amtskollege Djordje Ivanov versprach ihm eine umfassende Untersuchung der Unfallsursachen.

Der Ohrid-See ist einer der größten auf dem Balkan und einer der ältesten der Erde. Der See hat eine maximale Tiefe von 289 Metern. Der größere Teil gehört zu Mazedonien, der kleinere zu Albanien. Das kleine Schiff zerbrach etwa 300 Meter vom Ufer enfernt in zwei Teile und versank in nur einer Minute. 57 Ausflügler befanden sich an Bord. Das Boot war für 42 Passagiere zugelassen. Es war 1924 in einer Werft in Regensburg gebaut worden und soll vor wenigen Monaten technisch überprüft worden sein. Wegen des Bootsunglücks sagte Bulgarien alle Feiern zum 6. September ab. An diesem Tag wird der Vereinigung Bulgariens mit den südbulgarischen Provinzen im Jahre 1885 gedacht. Sie gehörten bis dahin als “Ostrumelien” zum Osmanischen Reich. Für den 7. September wurde Staatstrauer angeordnet.