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IRA-Entschädigungen: Libyen bleibt hart

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IRA-Entschädigungen: Libyen bleibt hart

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Bei der Entschädigung von Opfern des IRA-Terrors bleibt Libyen hart. Mehr als 3500 Menschen kamen im Nordirland-Konflikt ums Leben. Waffen und Sprengstoff erhielt die nordirische Untergrundorganisation IRA offensichtlich aus Libyen.

Über Entschädigungsforderungen müssten Gerichte entscheiden, sagte der Sohn des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi, Saif al-Islam al-Gaddafi, in Tripolis, und er warnte davor, Anschläge mit libyscher Beteiligung – wie den von Lockerbie – politisch auszunutzen: “Es ist unmoralisch, komplett unmoralisch, diesen Fall politisch auszunutzen, und das ist passiert im Vereinigten Königreich, in London. Da bekämpfen sich politische Parteien, bereiten sich auf die nächsten Wahlen vor und nutzen diese Tragödie für ihre Agenda. Das ist widerlich!” Großbritanniens Premierminister Gordon Brown verprach den Opfern inzwischen Unterstützung. Ursprünglich hatte er Gaddafi nicht zu Zahlungen drängen wollen – wegen Libyens Rolle im Anti-Terror-Kampf. Im Fall des begnadigten Lockerbie-Attentäters spielten auch Handelsbeziehungen eine Rolle. Nach der Freilassung des krebskranken Abdel Bassit al-Megrahi durch Schottland Mitte August war der Ruf der Hinterbliebenen von IRA-Opfern nach Entschädigung lauter geworden.