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Journalistin im sudan wegen tragens von hosen verurteilt

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Journalistin im sudan wegen tragens von hosen verurteilt

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In einem aufsehenerregenden Prozess im Sudan ist eine Journalistin des sittenwidrigen Verhaltens schuldig gesprochen worden: Lubna Ahmed el Hussein hatte in der Öffentlichkeit Hosen getragen. Das Gericht sprach sie schuldig, verhängte jedoch nur eine Geldstrafe – und nicht, wie befürchtet, vierzig Peitschenhiebe.

Die Journalistin war Anfang Juli festgenommen worden. Das zugrundeliegende Gesetz sei verfassungswidrig, erklärte der Parlaments-Abgeordnete Jasser Arman. Im Sudan herrscht eine streng islamische Regierung. Lubna Ahmed al Hussein war mit zwölf weiteren Frauen in der Hauptstadt Khartum festgenommen worden; zehn von ihnen wurden sogleich von der Polizei ausgepeitscht, doch die Journalistin widersprach den Vorwürfen und machte den Fall öffentlich. Zudem kündigte sie nach eigenen Angaben ihre Stelle bei der UNO wegen der damit verbundenen juristischen Immunität, um das Verfahren durchfechten zu können.