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Sechzigster Jahrestag des Deutschen Bundestages

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Sechzigster Jahrestag des Deutschen Bundestages

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Der Deutsche Bundestag feiert Geburtstag: Zur Erinnerung an den 60. Jahrestag seiner konstituierenden Sitzung in Bonn kamen die Abgeordneten zu einer Feierstunde in den ehemaligen Plenarsaal am Rhein. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) würdigte die historische Bedeutung dieses Tages:

Sechzig Jahre könne man weder im öffentlichen noch im privaten Leben als ehrwürdiges Alter bezeichnen, sagte Lammer, doch wenn man die an deutsche Geschíchte anschaue, werde man feststellen, dass nicht ein einziges deutsches Parlament auch nur annähernd ein solches Alter erreicht habe. Allein diese Tatsache mache die Bedeutung dieser sechzig Jahre für die junge deutsche Demokratiegeschichte deutlich. Am 7. September 1949 kamen Abgeordnete in der ehemaligen Turnhalle der Pädagogischen Akademie in Bonn zur konstituierenden Sitzung des Deutschen Bundestages zusammen. Redner nannten die “Wiedergewinnung der deutschen Einheit” als eines der wichtigsten Ziele der Politik. Als die Einheit wiederhergestellt war, votierten die Abgeordneten für Berlin als Hauptstadt und – nach zum Teil heftiger Debatte – für den Umzug des Bundestags nach Berlin. Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl hatte sich dafür stark gemacht. Bei der letzten Sitzung in Bonn sprach er Abschiedsworte: Der Fortzug aus Bonn bedeute keineswegs den Abschied von den Beschlüssen und Werten, die das Bonner Parlament verkörpert habe. Das alte Reichstagsgebäude wurde für den Bundestag auch baulich mit den neuen Werten ausgestattet: Mit einer vom Volke begehbaren Glaskuppel nach dem Entwurf des britischen Stararchitekten Norman Foster.