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Barroso wirbt für zweite Amtszeit im Europa-Parlament

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Barroso wirbt für zweite Amtszeit im Europa-Parlament

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Jose Manuel Barroso rührt mit Anhörungen bei den Fraktionen die Werbetrommel für seine zweite Amtszeit. Die Volkspartei hatte der konservative Portugiese schon vor der Anhörung am heutigen Dienstag hinter sich. Sie hat nun auch sein Programm für die nächsten fünf Jahre abgesegnet. Anders die Vereinigte Linke, die Barroso ebenfalls diesen Dienstag empfing und seine Bewerbung zurückwies.

Barrosos Credo: “Meine Rolle hier ist nicht, einer Fraktion gefällig zu sein, sondern zu versuchen, bestehende Differenzen zu überbrücken und einen stärkeren europäischen Konsens zu schaffen.” Von der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformisten, der vor allem die britischen Tories angehören, kam bei der Anhörung am Montag geteiltes Echo. Barroso sprach von einer “konstruktiven Diskussion”. Der Kommentar von Fraktionsmitglied Derk Jan Eppink: “Europa war lange eine Angelegenheit mit unbekannten Persönlichkeiten und Bürokraten. Jetzt bekommt es ein Gesicht. Die Frage ist nun: Wollen wir Herrn Barroso oder jemand anderen, haben wir einen besseren Kandidaten? Dabei geht es auch um den Kampf um die Richtung, die Europa einschlagen soll – weiter nach links, weiter nach rechts oder Mitte-rechts? Was wird das Resultat unserer politischen Anliegen? Ich glaube, darum geht es bei diesem Kampf zunächst einmal- wer wird Europa anführen? Und das ist sehr gut für Europa, denn wir brauchen ein bisschen Theater bei der europäischen politischen Debatte und das kriegen wir jetzt.” Dieser Mittwoch wird der Härtetest für Barroso: Der Kommissionschef muss zumindest einige Fraktionsmitglieder aus den Reihen der Sozialdemokraten, Liberalen und Grünen überzeugen, will er wiedergewählt werden. Die Grünen und auch die Europaskeptiker wollen zuerst aber das Referendum in Irland über den EU-Reformvertrag abwarten.