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Islamisten schuldig gesprochen

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Islamisten schuldig gesprochen

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Im Berufungsprozess um drei islamistische Terroristen, die im Jahr 2006 Anschläge auf mehrere Flugzeuge geplant hatten, sind die Angeklagten schuldig gesprochen worden. Nach dem Urteil des Londoner Gerichts wollten der 28-jährige Anführer und zwei seiner Komplizen Sprengstoff in Getränkeflaschen an Bord von Flugzeugen schmuggeln und diese auf dem Weg in die USA und nach Kanada in die Luft jagen. Die Männer waren nach der längsten Überwachungsaktion Großbritanniens festgenommen worden. Daran waren der Geheimdienst MI5 und Scotland Yard beteiligt.

John McDowall von der Spezialeinheit für Terrorismusbekämpfung sagt, die Zahl der Opfer wäre enorm gewesen. Es sei sehr schwer zu verstehen, was genau das bedeutet hätte. Doch wenn die Maschinen über dem Festland explodiert wären, hätte es noch weitaus mehr Opfer gegeben. Die Staatsanwaltschaft hatte nach einem ersten Urteil vor einem Jahr Berufung eingelegt. Den Hauptanklagepunkt, die konkreten Anschlagspläne auf sieben Flugzeuge und den damit verbundenen versuchten Massenmord, hatten die Geschworenen seinerzeit nicht als erwiesen angesehen. Das Strafmaß soll nun am kommenden Montag verkündet werden. Sue Hemming von der Staatsanwaltschaft sagt, die Männer hätten die Bomben als Softdrinks getarnt in die Flugzeuge schmuggeln wollen. Sie hätten die Flaschen geleert und sie mit Sprengstoff gefüllt. Zünder seien unter Zuhilfenahme von Batterien hergestellt worden, dafür gebe es Beweise. Nach der Verhaftung der Terrorzelle waren weltweit die Regeln für die Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck verschärft worden. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft hätte es bei dem Anschlag eine Opferzahl gegeben, die die Zahl der Toten der Anschläge vom 11. September 2001 überstiegen hätte.