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Mindestens 20 Tote bei Überschwemmungen in der Türkei

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Mindestens 20 Tote bei Überschwemmungen in der Türkei

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Nach schweren Regenfällen und Überschwemmungen sind in der Region Istanbul mindestens elf Menschen in Springfluten ertrunken.

Insgesamt sind seit Montag durch die Wetterkatastrophe in der Türkei mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Auf der Schnellstrasse von der türkischen Metropole zum Flughafen und zu Gewerbegebieten wurden Dutzende Autofahrer vom Hochwasser eingeschlossen. Auf den Dächern ihrer Fahrzeuge warteten sie auf Rettung. Augenzeugen berichten über zwei Meter hohe Wellen, die innerhalb weniger Minuten alles mitrissen, was sich ihnen in den Weg stellte. Die Sachschäden sind erheblich. Rettungsteams mussten mindestens 50 Menschen aus Häusern und Autos befreien. Bei den Rettungseinsätzen spielten sich dramatische Szenen ab. Oft kam die Hilfe auch zu spät. Experten kritisieren inzwischen, im Raum Istanbul seien Bauprojekte auch in Flussbetten erlaubt worden. Allein seit Dienstag sind nach Angaben des Provinz-Gouverneurs von Instanbul pro Quadratmeter 220 Liter Wasser niedergegangen. Das ist fast siebenmal so viel wie sonst im ganzen Monat September. Gestern waren nach einem schweren Sturm mit heftigen Regenfällen im Nordwesten der Türkei mindestens acht Menschen ertrunken. Flüsse waren über die Ufer getreten und hatten Hunderte Häuser überflutet. Nahe der Grenze zu Griechenland brachen Brücken unter dem Druck der Wassermassen zusammen. Wichtige Straßenverbindungen mit Griechenland und Bulgarien waren zeitweise unterbrochen. Im Schwarzen Meer zerbrach ein Frachter, der vor der türkischen Küste vor Anker lag. Und die Wettervorhersage: Heute soll es weiter regnen. Am Freitag könnte sich die Lage aber vorläufig beruhigen.