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Obama spricht vor Kongress über Gesundheitsreform

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Obama spricht vor Kongress über Gesundheitsreform

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Auch für US-Präsident Barack Obama sind die Ferien vorbei: Gestern forderte er die rund 50 Millionen amerikanischen Schüler zu Fleiß und Verantwortungsgefühl auf, heute wird er mit einer Rede vor dem Kongress das heiße Eisen Gesundheitsreform angehen. Obamas landesweit übertragender Auftritt in einer High School in Arlington löste bei den Republikanern scharfe Kritik aus: Sie äußerten die Befürchtung, die Schüler könnten indoktriniert werden, Obama wurde beschuldigt, “sozialistische Ideologie” verbreiten zu wollen. Auch das Thema Gesundheitsreform sorgt für Aufregung. Angesichts leerer Staatskassen fragen sich viele Amerikaner, wie Obama die vorgesehene staatliche Krankenkasse finanzieren will. Der Politikwissenschaftler Carroll Doherty sagt, die Menschen hätten den Begriff von “Todesausschüssen” auf die Tagesordnung gebracht, soetwas sei im Gesetz natürlich nicht vorgesehen. Da herrsche in der öffentlichen Meinung große Verwirrung. Das sei sehr komplex und Obama müsse genau darlegen, was er vom Kongress wolle. Viele Amerikaner stellen sich die Frage, wer bei einem staatlichen Krankenkassensystem darüber enscheidet, welcher Patient welche Behandlung erhält. Obama will die Gesundheitsreform bis Ende des Jahres umsetzen. Eine staatliche Krankenkasse zu schaffen, ist einer der Kernpunkte der Reform. Vor allem die Republikaner lehnen die Konkurrenz zu den Privatkassen aber ab.