Eilmeldung

Eilmeldung

Mehr als 30 Tote bei Unwetterkatastrophe

Sie lesen gerade:

Mehr als 30 Tote bei Unwetterkatastrophe

Schriftgrösse Aa Aa

Mindestens 31 Todesopfer – das ist die bisherige Bilanz nach der schweren Unwetter-Katastrophe im Großraum Istanbul. Allein auf diesem Parkplatz für Lastwagen starben mehrere Fahrer, die von den Fluten im Schlaf überrascht wurden. Das Wasser wälzte sich bis zu zwei Meter hoch über eine Autobahn und ein Industriegebiet. Es zerstörte im europäischen Teil Istanbuls Brücken und Straßen. Hunderte Häuser wurden beschädigt. Autos und Kleinlaster wurden weggespült oder trieben im Wasser. Innenminister Besir Atalay sagte, allein im Stadtgebiet Istanbuls habe es bislang 24 Todesopfer gegeben. In Tekirdag seien fünf Leichen gefunden worden, aber es dürften wohl sieben werden. In einigen Teilen der Nordwest-Türkei waren die stärksten Regenfälle seit Jahrzehnten gemessen worden. Meteorologen befürchten, dass es auch in den kommenden Tagen noch zu starken Regenfällen kommen könnte. Sie sehen den Klimawandel als Ursache dafür an.

Rettungsteams mussten im Großraum Istanbul Dutzende Eingeschlossene retten. Die Menschen kletterten auf die Dächer von Häusern und Autos, um den Fluten zu entkommen. Experten kritisierten die Istanbuler Behörden, denen es nicht gelungen sei, die Bautätigkeit in den von Überschwemmung gefährdeten Gebieten zu unterbinden – etwa in Flussbetten. Aus den ländlichen Gebieten der Türkei wandern nach wie vor viele Menschen in die Metropolen ab. In Istanbul sollen in einigen Stadtteilen bis zu 90 Prozent der Gebäude illegal errichtet worden sein.