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Neue Vorstöße der EU für den Klimaschutz

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Neue Vorstöße der EU für den Klimaschutz

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Knapp drei Monate vor der Weltklimakonferenz in Kopenhagen versuchen einige EU-Politiker, Schwung in die schleppenden Vorbereitungen für das Kyoto- Nachfolge-Protokoll zu bringen. Die EU-Außenminister aus Großbritannien, Frankreich und Skandinavien vereinbarten in Kopenhagen, über ihre Botschaften weltweit mehr Überzeugungsarbeit bei allen Entscheidungsträgern zu leisten.

Denn ein Misserfolg drohe, warnt der britische Außenminister David Miliband: “Wir sind zuerst einmal hier, um Alarm zu schlagen, weil eine echte Gefahr besteht, dass wir keine Einigung in Kopenhagen erzielen, solange es keine neuen politischen Impulse gibt.” Entscheidend wird dabei sein, die Entwicklungs- und Schwellenländer mit ins Boot zu holen. Dabei wollen die Europäer mit Finanzhilfe locken. Denn, so weiß Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner: “Das ist ein Entwicklungs-Problem – der Kampf gegen den Klimawandel ist am Ende ein Problem der Entwicklung.” Aus diesem Grund hat die EU-Kommission an diesem Donnerstag erstmals konkrete Zahlen vorgelegt: Bis zu 15 Milliarden Euro könnte Europa jährlich locker machen, um Klimaschutzmaßnahmen in der Dritten Welt zu finanzieren. Für diese Maßnahmen brauchen die Entwicklungsländer nach Schätzung der Kommission pro Jahr etwa 100 Milliarden Euro.