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Obama kämpft um Gesundheitsreform

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Obama kämpft um Gesundheitsreform

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Auf soviel Begeisterung ist Barack Obama mit seiner Gesundheitsreform zuletzt nur noch selten gestoßen: Sein ehrgeiziger Plan, unter anderem allen Unversicherten eine Krankenversicherung zu verschaffen, hat sich wegen großer Widerstände im Kongress festgefahren.

Vor beiden Kammern des Parlaments wirbt Amerikas Präsident deshalb für die Reform, die er über Parteigrenzen hinweg in Kraft setzen möchte. Sein Plan verwirkliche drei grundlegende Ziele, sagt Obama: Den Versicherten gebe er mehr Sicherheit und Stabilität, den anderen verschaffe er eine Versicherung, und er bremse den Anstieg der Gesundheitskosten – für Familien, Wirtschaft und Regierung. Das mit den Kosten glauben ihm aber viele nicht, sowohl Abgeordnete als auch Amerikaner überhaupt. Die Angst vor höheren Kosten hat in den letzten Monaten zu erbitterten und teils absurden Diskussionen geführt. An die Skeptiker richtet Obama erneut einen leidenschaftlichen Aufruf: Mit Gezänk und Spielchen müsse es nun vorbei sein, sagt er; jetzt müsse man handeln, mit den besten Ideen aus beiden Parteien. Die Politiker müssten dem Volk zeigen, dass sie das tun könnten, wozu sie hierher geschickt worden seien. Bei der Gesundheitsversorgung seien sie jetzt gefragt. Macht die Opposition nicht mit, könnte Obama auch versuchen, die Reform nur mit den Stimmen seiner eigenen Partei durchzuziehen. Der Ausgang wäre aber ungewiss; bisher verzichtet Obama darauf.