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Opel geht an Magna

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Opel geht an Magna

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Nach langem Hin- und Her hat die amerikanische Opel-Mutter General Motors bekanntgegeben, sie werde Opel und die britische Tochter Vauxhall mehrheitlich an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna und dessen Partner, die russische Sberbank, verkaufen.

General-Motors-Vize-Vorstandschef John Smith erklärte auf einer Pressekonferenz in der deutschen Hauptstadt Berlin, sein Unternehmen sei davon überzeugt, die Magna-Sberbank-Lösung sei die beste Lösung, die Opel und Vauxhall eine dauerhafte Zukunft biete. Auch die deutsche Regierung hatte sich für Magna ausgesprochen und Finanzhilfen davon abhängig gemacht. Sie will jetzt weitere drei Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Die Kanzlerin Angela Merkel zeigte sich zufrieden mit der Entscheidung aus Detroit. Sie sagte: “Es hat sich gezeigt, dass sich Geduld und Zielstrebigkeit der Bundesregierung ausgezahlt haben, das war kein einfacher Weg. Es ist jetzt möglich, dass General Motors Europa und Opel einen neuen Weg einschlagen.” Magna will in Deutschland etwa 3000 Arbeitsplätze streichen, aber alle vier deutschen Standorte erhalten. Dahingegen soll das Werk im belgischen Antwerpen wohl geschlossen werden. Die Opel-Treuhand hieß die Entscheidung bereits gut. Auch die Belegschaft bekam mit Magna ihren Wunschkandidaten. 55 Prozent der Opel-Anteile gehen nun an Magna, zehn Prozent behält die Belegschaft, den Rest will General Motors halten.