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11.September - die Helfer klagen an

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11.September - die Helfer klagen an

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Auch genau acht Jahre danach haben die Bilder der Terroranschläge vom 11. September 2001 nichts von ihrem Schrecken verloren.

Dei dem Angriff islamistischer Todespiloten auf das New Yorker World Trade Center und das Pentagon starben rund 3000 Menschen. Erstmals sind jetzt neue Fotos des selbsternannten Drahtziehers der Anschläge, Khalid Sheikh Mohammed, aufgetaucht. Sie wurden im Juli vom Roten Kreuz im Gefangenenlager auf Kuba aufgenommen. Unterdessen leiden viele der Helfer, die am Ort der Katastrophe im Einsatz waren, heute unter schweren Krankheiten, manche sind bereits daran gestorben. Andere kämpfen um eine ausreichende medizinische Betreuung. “Nennen Sie uns nicht Helden, “ sagte John Feal, der damals ebenfalls vor Ort war, “erst lassen sie uns hochleben, und dann behandeln sie uns wie den letzten Müll. Das nehme ich persönlich. Ich war bei vielen Beerdigungen, war in vielen Krankenhäusern, habe abgerissene Körperteile von Männern und Frauen gesehen, und Alles was wir zurückbekommen, sind immer neue schöne Lippenbekenntnisse unserer Volksvertreter.” John Feal ist einer von vielen Helfern, die ihre Behandlung aus eigener Tasche bezahlen mussten. Die Krankenversicherungen haben ihnen die Leistungen verweigert. Gesetze, die die medizinische Versorgung der Arbeiter auf Ground Zero sichern, sind noch immer nicht verabschiedet. “Wir haben Geld für unsere Autoindustrie, wir haben Geld für unsere Versicherungsbranche, aber wir wollen kein Geld an kranke Arbeiter zahlen,” so der Ground Zero – Veteran John Gallagher,“dafür gibt es keine Entschuldigung.” Im übrigen lässt auch der geplante Neubau auf Ground Zero auf sich warten. Statt wie geplant Ende dieses Jahres wird das neue World Trade Center nun frühestens 2014 fertig, heisst es.