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Slowenien macht Kroatien den Weg frei

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Slowenien macht Kroatien den Weg frei

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Kroatiens neue Regierungschefin hat Grund zum Strahlen: Nach fast zehnmonatiger Blockade hat sie bei einem überraschenden Treffen mit ihrem slowenischen Amtskollegen in Ljubljana einen Ausweg aus dem Grenzsstreit beider Länder gefunden. Damit will sich Slowenien von nun an nicht mehr der Fortsetzung der Beitrittsverhandlungen Kroatiens mit der EU in den Weg stellen.

Seit 18 Jahren streiten die beiden Staaten über den Grenzverlauf und die Hochseezugangsrechte für Slowenien, insbesondere über die Grenzziehung in der Bucht von Piran in der nördlichen Adria. Nun soll laut Ministerpräsidentin Kosor der Konflikt von einem EU-Schiedsgericht entschieden werden. Während die beiden Regierungschefs sich mit Details bedeckt hielten, wurde intern von einer möglichen zeitlich begrenzten gemeinsamen Verwaltung gesprochen. Mit dem Durchbruch in den Grenzsstreitigkeiten kann Kroatien nun doch noch hoffen, seine Beitrittsverhandlungen mit der EU in wenigen Monaten abzuschließen, was durch das slowenische Veto bislang blockiert wurde. Von Seiten der EU wurde die gefundene Einigung auf eine Vermittlung als Modell für andere Beitritts-Interessenten auf dem Balkan gewertet.