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Slowakei und Ungarn wollen Streit begraben

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Slowakei und Ungarn wollen Streit begraben

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Sie dauerte doppelt so lange wie geplant – doch am Ende war die Aussprache zwischen Ungarns Ministerpräsident Gordon Bajnai und seinem slowakischen Kollegen Robert Fico offenbar erfolgreich. Nach wochenlangem Streit wollen die beiden EU-Nachbarländer ihre Spannungen beilegen, so die Vereinbarung, die jetzt im ungarischen Grenzort Szecseny getroffen wurde.

In dem Streit geht es vor allem um die Rechte der 500 000 in der Slowakei lebenden ethnischen Ungarn. Unter anderem sorgte jetzt ein neues slowakisches Sprachgesetz für Aufregung. Dieses Gesetz sieht vor, dass amtliche Verlautbarungen in ungarisch besiedelten Gebieten auch in slowakischer und nicht nur in ungarischer Sprache abgefasst werden müssen. Budapest sieht darin eine Einschränkung des Gebrauchs der ungarischen Sprache. Das Gesetz soll nun geändert werden. Vor dem Tagungsort demonstrierten etwa hundert ungarische Rechtsextremisten gegen das slowakische Sprachgesetz. In einer nahegelegenen Kirche beteten unterdessen 300 Slowaken und Ungarn in beiden Sprachen für ein gutes Gelingen des Treffens.