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Amerika gedenkt der Terroropfer

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Amerika gedenkt der Terroropfer

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Eigentlich sollten zwei senkrechte Lichtstrahlen an die eingestürzten Türme des World Trade Centers erinnern – doch auch der Himmel über dem nächtlichen New York zeigte sich am 8. Jahrestag der Terroranschläge vom 11.September schwermütig und wolkenverhangen.

Tausende Menschen gedachten in den USA der fast 3000 Menschen, die durch die Anschläge ums Leben gekommen waren. Auch Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle legten im Weißen Haus in Washington eine Schweigeminute ein – genau um 8 Uhr 46 Uhr Ortszeit. Zu dieser Zeit war vor acht Jahren das erste entführte Flugzeug in den Nordturm des World Trade Centers gerast. Zur Feierstunde nahe des Ground Zero in New York kamen bei strömendem Regen und heftigem Wind mit mehreren hundert Menschen deutlich weniger Teilnehmer als in vergangenen Jahren. Eltern, Geschwister und Sprecher von Hilfsorganisationen verlasen die Namen der 2752 Opfer, die in den Trümmern der Zwillingstürme ihr Leben verloren. Am Ground Zero wird bis heute um eine würdige Gedenkstätte gerungen. Finanzielle und rechtliche Streitereien haben die Wiederbebauung des Geländes immer wieder verzögert. Jetzt hofft die Stadt, zumindest bis zum zehnten Jahrestag einen Erinnerungsort eröffnen zu können. Der geplante Freiheitsturm wird dagegen vermutlich nicht vor 2014 in den New Yorker Himmel ragen.