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Serie der Gewalt im Nordkaukasus

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Serie der Gewalt im Nordkaukasus

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Die gewaltsamen Ausschreitungen in den Teilrepubliken des Nordkaukasus nehmen an Intensität zu.

Russische Truppen haben in Dagestan eine Offensive gegen separatistische Rebellen gestartet und dabei vier Menschen getötet. In Grosny, Hauptstadt der Teilrepublik Tschetschenien, sprengte sich eine Selbstmordattentäterin nahe einer Schule in die Luft und verletzte drei Polizisten teils schwer. Bei einem Selbstmordanschlag in Inguschetien sind mindestens vier Einwohner der Stadt Nasran getötet und sieben weitere schwer verletzt worden. Die Anschläge sind die jüngsten in einer Serie von Gewalttaten, die den Nordkaukasus erschüttern. Laut Medienberichten droht Russland die Kontrolle über die von Armut und Korruption destabilisierte Region zu verlieren. Andere Beobachter wiederum werten die Ausschreitungen als verzweifelte Reaktion auf den durchaus effektiven Kampf des Kremls gegen die islamistische Guerilla in der Region. Der pro-russische Präsident Tschetscheniens, Ramzan Kadyrov, machte auf die hohe Arbeitslosigkeit in der Region aufmerksam. So ist in der Teilrepublik Inguschetien fast die Hälfte der Bevölkerung ohne Beschäftigung. Auch versprach Kadyrov ungelöste Morde und Fälle verschwundener Personen aufklären zu lassen. Im Juli war die Menschenrechtsaktivistin Natalia Estemirova in Grosny entführt und später in Inguschetien erschossen aufgefunden worden.