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Urteilssprüche in Westchina

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Urteilssprüche in Westchina

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In der chinesischen Provinz Xinjiang hat ein Gericht einen 19jährigen zu 15 Jahren Haft verurteilt. Ihm wird vorgeworfen, eine Frau während ihrer Einkäufe mit einer Spritze verletzt zu haben.

In einem weiteren Prozess kam es zu Urteilen gegen einen 39jährigen Mann und eine 22jährige Frau. Zusammen sollen sie einen Taxifahrer bedroht und bestohlen haben. Die drei Verurteilten gehören vermutlich zur Volksgruppe der Uiguren, die Xinjiang gegenüber der Regierung in Peking als ihre rechtmässige Heimat beanspruchen. In der Provinzhauptstadt Urumqi hatte es in den letzten Wochen Berichte über Angriffe mit Injektionsnadeln gegeben. Am fünften Juli war es daraufhin zu einem Aufstand gekommen, bei dem 197 Menschen – hauptsächlich Hanchinesen – ums Leben kamen. In der westchinesische Provinz Xinjiang gehört die Mehrheit der Einwohner zur Ethnie der muslimischen Uiguren. Die gesamtchinesische Mehrheit der Han ist hier in der Minderheit. Die Regierung in Peking gab an, die Nadelangriffe seien Teil uigurischer Versuche sich von der chinesischen Kontrolle zu befreien.