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Belgier und Briten unzufrieden mit Opelverkauf

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Belgier und Briten unzufrieden mit Opelverkauf

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Die britische Regierung hat die EU aufgefordert, in die Verhandlungen über den Verkauf von Opel an den Zulieferer Magna einzugreifen. Es müsse gewährleistet werden, dass nicht gegen das EU-Beihilferecht verstoßen werde, sagte der britische Wirtschaftsminister Peter Mandelson. Die Briten sind nicht zufrieden mit dem Verkauf von Opel/Vauxhall an Magna und fürchten um ihre Werke.

Auch die Belgier machen sich Sorgen. Der flämische Ministerpräsident Kris Peeters sagte, Entscheidungen dürften nicht politisch motiviert sein, sondern müssten sich nach wirtschaftlichen Standpunkten richten. Dem Werk in Antwerpen müsse eine Überlebenschance gegeben werden. Was die Wirtschaftlichkeit angehe, so sei Antwerpen ein besseres Werk als so manches Werk in Deutschland. Die deutsche Regierung ist nicht der Meinung, dass eine Einzelfallprüfung durch die EU bei den Staatshilfen für Opel/Magna nötig sei. Ein Sprecher der EU-Kommission erklärt, Brüssel werde prüfen, ob die deutschen Staatshilfen nicht verbotenerweise an Bedingungen geknüpft worden seien. Die Opelmutter General Motors hatte sich nach langem Hin und Her dazu durchgerungen, Opel an den kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna und dessen Partner, die russische Sberbank, zu verkaufen. Magna-Chef Siegfried Wolf bestätigte unterdessen, dass 10500 Stellen gestrichen werden sollen, davon 4000 in Deutschland.