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Ire kämpft gegen Lissabon-Vertrag

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Ire kämpft gegen Lissabon-Vertrag

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Gegen den Vertrag von Lissabon zieht erneut der irische Geschäftsmann und EU-Gegner Declan Ganley ins Feld.

Die Iren sollen am 2. Oktober noch einmal über die Unterzeichnung des Vertrags von Lissabon entscheiden, und Libertas-Gründer Declan Ganley meint, die JA-Kampagne führe in die Irre: “Ja zu Arbeitsplätzen? Wer ist gegen Arbeitsplätze? Ja zur Wirtschaft? Jemand gegen die Wirtschaft? Das ist doch lächerlich. Nichts davon hat mit diesem Dokument zu tun. Nichts. Der Vertrag von Lissabon hat nichts mit diesen Dingen zu tun. Wenn man mit Blick auf die Irischen Interessen überhaupt etwas dazu sagen kann, dann doch dass der Vertrag von Lissabon schlecht für Irland wäre.” Ganley hatte bereits im Vorfeld des letzten Referendums vor allem finanziell – zur Ablehnung des EU-Reformpapiers beigetragen. Doch Premierminister Brian Cowen zeigt sich gelassen: “Es gibt viele gute Gründe mit ja zu stimmen. Wir werden das tun. Die Leute sollten sich ein eigenes Bild von Mr. Ganleys Position machen. Laut unterschiedlicher Umfragen ergibt sich folgendes Bild: Zwischen 52 und 62% der Iren sind für die Unterzeichnung, zwischen 23% und 25% sind dagegen. Diesen letzen Umfragen zufolge könnten die Iren dem Reformvertrag dieses Mal zustimmen. Alle irischen Parteien, mit Ausnahme der Sinn Fein, haben sich für den Vertrag ausgesprochen.