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Lehmann-Pleite jährt sich

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Lehmann-Pleite jährt sich

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Es ist ein Jahr her, doch niemandem ist zum Feiern zumute: Mitte September 2008 brach die amerikanische Investment-Bank Lehman Brothers zusammen.

Die Bilder von den Angestellten, die das Hochhaus räumten, stehen heute für den Beginn der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte. Die Krise, die zunächst auf die US-Märkte beschränkt schien, hätte beinahe zum Kollaps der gesamten Finanzwelt geführt. “Im Rückblick wird klar, dass geschehen musste, was geschehen ist”, so ein Händler. “Zur Arbeit zu kommen, war erschöpfend, es war eine Strafe”, fügt ein anderer hinzu. Die Finanzinstitute brachen wie Kartenhäuser zusammen, darunter traditionsreiche Unternehmen. “Am Wochenende war Bear Stearns da und am darauffolgenden Montag gab es die Bank nicht mehr. Am Freitag noch existierte Merrill Lynch, am Montag danach war das Institut verschwunden”, erinnert sich ein Händler. Aus der Finanz- wurde rasch eine weltweite Wirtschaftskrise, deren Ende langsam in Sicht kommt. Mehr noch: Inzwischen erinnert schon wieder vieles an Praktiken vor dem Platzen der Blase. Die nächste Krise sei unvermeidlich, warnte der frühere US-Notenbankchef Alan Greenspan.