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"In Norwegen bleibt alles wie es ist"

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"In Norwegen bleibt alles wie es ist"

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Eva Joly wurde im Juni als französische Abgeordnete der Grünen Liste in das Europäische Parlament gewählt. Dort sitzt die gebürtige Norwegerin dem Ausschuss für Entwickung vor. Für Euronews ordnete sie die Wahlergebnisse bei den Parlamentswahlen in Norwegen ein:

“Zum ersten Mal in 40 Jahren haben die Wähler eine Regierung im Amt bestätigt. Also kann man sagen, dass die aktuelle Politik fortgeführt wird. Und dass Norwegen weiterhin einer der grössten Energieversorger der EU bleiben wird. Sie müssen wissen, dass Norwegen aktuell rund 30 Prozent seines Gas an Frankreich Belgien und Deutschland liefert. Also ist es wirklich ein wichtiger Energielieferant. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass diese Politik sich ändern wird”, sagte Eva Joly. Jetzt, wo Island seine Bewerbung für einen EU-Beitritt vorgelegt hat – wäre es für Norwegen auch ein passender Moment, über einen EU-Beitritt nachzudenken? Obwohl Island seine Bewerbung für den EU-Beitritt vorgelegt hat, glaubt Eva Joly nicht, dass Norwegen auch über einen Beitritt nachdenken wird. “Diese Frage des Beitritts stellt sich natürlich, aber sie ist in Norwegen Tabu. Es gab bereits zwei Referenden darüber, 1972 und 1994 und beide Male war das Ergebnis negativ. Mit dieser Regierungskoalition wird die Frage eines EU-Beitritts nicht aufkommen”, sagte Joly