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Hochgeschwindigkeitszug wird Wahlkampfthema

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Hochgeschwindigkeitszug wird Wahlkampfthema

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In Portugal geht zwei Wochen vor den Parlamentswahlen der Wahlkampf in die heisse Phase. Im Zentrum der Debatten steht der Bau einer Hochgeschwindigkeitszugstrecke, die Portugal besser mit dem Rest von Europa vernetzen soll. Die noch regierenden Sozialisten haben sich für das Milliarden-Projekt ausgesprochen.

Die Opposition hingegen machte klar, dass Infrastruktur in ihrem Regierunsgprogramm keine Priorität haben wird. Im gestrigen TV-Duell erklärte die Kandidatin der Sozialdemokraten, Manuela Ferreira Leite: “Wenn ich Ministerpräsidentin werde, was ich hoffe und erwarte, dann werde ich das Projekt stoppen.” Portugal sei keine spanische Provinz und müsse daher auch nicht spanischen Interessen gerecht werden, so Manuela Ferrera Leite weiter. Spanien, das auch von der Hochgeschwindigkeits-Strecke profitieren würde, befürchtet eine solche Entscheidung. “Es wäre ein grosser Rückschritt, das Projekt zu stoppen. Diese Zugverbindungen sind sehr wichtig, um die iberische Halbinsel besser an Europa anzubindenintegrieren”, sagte der spanische Minister für Infrastrukturförderung. Eine definitive Entscheidung über den Zuschlag für den Bau des ersten Streckenabschnitts wurde verschoben. Sie soll nach den Wahlen am 27. September gefällt werden.