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Chinesische Reifen sorgen weiter für Streit

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Chinesische Reifen sorgen weiter für Streit

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Im Handelsstreit zwischen den USA und China hat Peking seine Kritik an den geplanten US-Importzöllen auf chinesische Reifen erneuert. Die mächtige US-Stahlarbeitergewerkschaft war Präsident Barack Obama angegangen, die Zölle zu verhängen. Hierdurch solle die durch die Importe angeblich entstandene “Marktverzerrung” beseitigt werden.

Doch in China sieht man die Lage anders. Professor Zhang Hanlin vom Institut für Handelsbeziehungen erklärte: “Wenn tatsächlich durch die chinesischen Produkte dem US-Markt Schaden zugefügt würde, nur dann dürften Maßnahmen dagegen ergriffen werden. Aber die Probleme der amerikanischen Reifenindustrie, der amerikanischen Auto- und Stahlindustrie werden nicht durch China verursacht.” Ein solcher Zoll verstoße gegen die Regeln der Welthandelsorganistion, WTO, hieß es in Peking. Jurist Daniel Price, der sich schon während der Bush-Administration mit den Beziehungen zu China befasste, meinte zum Handelsstreit: “Ich hoffe, das Ganze gerät nicht außer Kontrolle. Und es muss nicht passieren, denn die Beziehungen zwischen China und den USA sind sehr komplexer Art und haben viele Facetten.” Die US-Gewerkschaft hatte sich über eine Einfuhrschwemme von Reifen aus China beklagt. Doch laut Peking sei der Export in die USA um 16 Prozent gesunken.