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Norwegen wählt Rot-Rot-Grün

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Norwegen wählt Rot-Rot-Grün

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Mit Rot-Rot-Grün hat Norwegens sozialdemokratischer Ministerpräsident Jens Stoltenberg die Wahlen gewonnen. Im Königreich von Harald V. hat der 50-jährige Stoltenberg die Regierungsmacht behauptet. Ins Storting, dem Parlament in Oslo schicken die Koalitionäre aus Stoltenbergs Arbeiterpartei, den Linkssozialisten und dem Zentrum, einer liberalen Umweltpartei nun 86 Abgeordnete.

Die Bürgerlichen dagegen kommen auf insgesamt 83 Mandate. 169 Mandate gab es für die vierjährige Legislaturperiode zu verteilen. Das ist besonders für Siv Jensen bitter. Ihre rechtspopulistische liberale Fortschrittspartei wurde zweitstärkste Kraft in der parlamentarischen Monarchie hoch im Norden. Sie konnte Stimmen hinzugewinnen, doch für einen Machtwechsel reichte es nicht. Zum 17. Mal fanden in Norwegen Parlamentswahlen statt. Auch Erna Solberg zählt zu den Verlieren. Ihre rechtkonservative Partei legte leicht zu. Doch es reichte nicht. Ausschlaggebend für die Niederlage des bürgerlichen Lagers galt der bis unmittelbar vor der Wahl anhaltende Streit um Spitzenpositionen in einer Mitte-rechts-Regierung. Darauf erhoben die Rechtspopulisten und die konservative Parteichefin Anspruch.