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Zehn Prozent der Wahllkoale werden neu ausgezählt


Afghanistan

Zehn Prozent der Wahllkoale werden neu ausgezählt

Nach der Präsidentschaftswahl in Afghanistan sollen zehn Prozent der Wahllokale neu ausgezählt werden. Das amtliche Endergebnis wird sich damit erneut um Wochen verzögern. Der von den Vereinten Nationen unterstützten Beschwerdekommission liegen mehr als 2000 Beschwerden vor. Eine Pressekonferenz, bei der am Montag das Ergebnis der Wahl vom 20. August verkündet werden sollte, wurde verschoben. Der ehemalige Außenminister und Präsidentschaftskandidat Abdullah Abdullah wirft dem Lager von Amtsinhaber Hamid Karsai massiven Wahlbetrug vor. Er fordert eine Stichwahl. Nach dem derzeitigen Stand der Stimmenauszählung erhält der knapp 28 Prozent, Karsai liegt bei mehr als 54. Abdullah sagte, sollten die Betrugsvorwürfe nicht aufgeklärt werden, werde er das Wahlergebnis nicht akzeptieren. Karsai war 2001 von der internationalen Gemeinschaft eingesetzt worden. Sie befürchtet nun, dass von dem Machtvakuum am Hindukusch die islamistischen Taliban profitieren könnten. Die Wahlbeteiligung lag nach Ansicht von Beobachtern bei nicht mehr als 35 Prozent.

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