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Ex-Präsident Carter: Kritik an Obama enthält Rassismus

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Ex-Präsident Carter: Kritik an Obama enthält Rassismus

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Enthält die jüngst sehr heftige Kritik an US-Präsident Barack Obama auch eine Portion Rassismus ? Ex-Präsident Jimmy Carter ist davon überzeugt. In den vergangenen Tagen war Obama wegen der geplanten Gesundheitsreform so hart wie noch nie zuvor angegriffen worden.

Jimmy Carter: “Viele in diesem Land haben das tiefsitzende Gefühl, dass ein Afro-Amerikaner nicht Präsident sein sollte. Und dass er nicht denselben Respekt verdient wie ein Weisser an derselben Stelle.” Obama hatte vor einer Woche seine Pläne für eine Gesundheitsreform erläutert. Als er versicherte, dass illegale Einwanderer nicht von staatlichen Zuschüssen zur Krankenversicherung profitieren würden, rief der republikanische Abgeordnete Joe Wilson: «Sie lügen!» Wilson entschuldigte sich später, Obama akzeptierte die Entschuldigung: “Er hat sich schnell und eindeutig entschuldigt. Und das erkenne ich an.” Am Wochenende hatten Zehntausende Amerikaner in Washington gegen die fast eine Billion Dollar teure Reform protestiert. Viele fürchten deshalb eine Finanzklemme beim Staat oder drastische Steuererhöhungen. Es war die wohl größte Protestveranstaltung seit Amtsantritt von Obama im Januar. Obama will die Sache tiefer hängen. Er wolle gern wichtige Angelegenheiten erörtern können, ohne dass jeder gleich im anderen das Schlimmste vermute.