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Schweizer Regierung traditionsgemäss umgebildet

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Schweizer Regierung traditionsgemäss umgebildet

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In der Schweiz ist die Regierung umgebildet worden, ohne das komplizierte System der Aufteilung der Macht zu verletzen. Das Schweizer Parlament hat Didier Burkhalter als Nachfolger des zurückgetretenen Innenministers Pascal Couchepin gewählt. Beide gehören der Freisinnig-Demokratischen Partei an. Die Schweizer Bundesregierung – der Bundesrat – besteht aus sieben Ministern.

Bei der Wahl des Couchepin-Nachfolgers hielten sich die Abgeordenten an die Tradition und das sogenannte Konkordanzprinzip, wonach den drei stärksten Parteien je zwei und der vierten Partei ein Sitz im Bundesrat zustehen. Ausserdem muss das Gleichgewicht zwischen den Regionen und Sprachgruppen gewahrt werden. Kein Wunder, dass die Abgeordneten vier Wahlgänge brauchten, bis der Politiker aus dem französischsprachigen Kanton Neuenburg eine Mehrheit auf sich vereinen konnte. Als Wahlverlierer gilt die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP), deren Kandidat sich nicht durchsetzen konnte. Theoretisch ist denkbar, dass in der Regierung die Ressorts neu verteilt werden. Politische Beobachter erwarten das aber nicht. Das – in der Prasis schwierige – Prinzip Allparteienregierung gilt in der Schweiz als Garant jahrzehntelanger Stabilität.