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Berlusconi denkt über Truppenabzug nach

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Berlusconi denkt über Truppenabzug nach

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Der Tod von sechs italienischen Soldaten bei einem Anschlag auf die NATO-geführte Afghanistan-Schutztruppe hat in Italien die Debatte über die Mission neu entfacht. Verteidigungsminister Ignazio La Russa erklärte im Parlament, dass Italien im Einklang mit seinen Verbündeten an der Mission festhalten werde. Auch Ministerpräsident Silvio Berlusconi betonte, dass man im Einvernehmen mit den Bündnispartnern handeln werde, doch betonte er, dass es für alle am besten wäre, Afghanistan so schnell wie möglich zu verlassen. Darüber habe er mit Präsident Barack Obama beim Treffen der G8 gesprochen.

Es werde ein Plan ausgearbeitet, der schneller als bisher beabsichtigt umgesetzt werden könne, während die Ausbildung der afghanischen Truppen verbessert werde, sagte Berlusconi. Seit Beginn der ISAF-Mission sind nun 21 italienische Soldaten in Afghanistan ums Leben gekommen. Bei dem jüngsten Anschlag wurden auch mindestens zehn afghanische Zivilisten getötet. Der Anschlag ereignete sich im Osten der Hauptstadt Kabul. Die radikal-islamischen Taliban haben sich zu der Tat bekannt.