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Karzai bestreitet Wahlfälschung

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Karzai bestreitet Wahlfälschung

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Nach der Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses der Präsidentschaftswahl in Afghanistan hat Harmid Karzai zur Besonnenheit aufgerufen.

Bei der Abstimmung vor vier Wochen kam Karzai demnach auf 54,6 Prozent der Stimmen. Damit hätte er bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreicht. Sein wichtigster Herausforderer Abdullah Abdullah erhielt knapp 28 Prozent der Stimmen. Washington betrachtete die Wahlergebnisse bisher mit deutlicher Zurückhaltung, aus Berlin wurde die Aufklärung der Betrugsvorwürfe gefordert. Vor einem amtlichen Endergebnis müssen nach einer Forderung der Beschwerdekomission der UN die Stimmen aus knapp 10 Prozent der Wahllokale neu ausgezählt werden. Nach Angaben der EU-Wahlbeobachter sind aber sogar 1,1 Millionen der 5,5 Millionen der bisher ausgezählten Stimmen von Manipulationen betroffen. Karzai zeigte sich geschockt über diese Zahl und bezeichnete die Aussagen als “einseitig, unverantwortlich und im Widerspruch zur afghanischen Verfassung stehend.”