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Milchbauern erwarten EU-Hilfspaket

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Milchbauern erwarten EU-Hilfspaket

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Europäische Milchbauern protestieren weiterhin – heute will die EU nun Vorschläge machen, wie man ihnen helfen könnte.

Gerade gestern erst versprühten Bauern in Belgien Millionen Liter Milch auf einem Feld, um gegen die niedrigen Preise zu protestieren. Sie kamen auch aus Nachbarländern wie Deutschland. Die Bauern wollen, dass die EU ihre Milchquote senkt; davon erhoffen sie sich, dass die Preise wieder steigen. Die Quote wird derzeit schrittweise erhöht und läuft 2015 aus. Der Dachverband European Milk Board hat zusätzlich zu einem Streik aufgerufen. Es sei nicht das Ziel der Bauern, für leere Geschäfte zu sorgen, sagt Sieta van Keimpema, die Vizepräsidentin des Verbandes: Aber wenn es so weiter gehe, werde man in einer Woche spüren, dass die Bauern streiken. Wie den Bauern geholfen werden kann, ist jedoch umstritten: Europa ist bei der Milchwirtschaft gespalten zwischen Befürwortern eines freien Marktes und denen, die eine Regulierung wollen. Sie gehe seit 27 Jahren täglich zweimal melken, sagt diese belgische Bäuerin; und sie wünsche sich, dass ihr Sohn weitermachen könne – aber das werde wohl das nicht klappen: Denn Männer in Schlips und Anzug wollten, dass so etwas verschwinde. Allerdings sind sich auch die Bauern europaweit nicht einig: Etliche von ihnen wären durchaus für eine Freigabe der Produktion ohne Quoten.