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Nicht noch mehr US-Truppen nach Afghanistan

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Nicht noch mehr US-Truppen nach Afghanistan

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Die USA werden ihre Truppen in Afghanistan voererst nicht weiter verstärken. Präsident Obama lehnte entsprechende Vorschläge des Militärs ab. Erst müssten strategische Fragen gelöst werden, danach gehe es um die Truppenstärke, meinte Obama am Mittwoch nach einem Treffen mit dem kanadischen Ministerpräsidenten Harper.

“Man schickt junge Männer nicht in den Kampf, ohne absolute Klarheit über die Strategie zu haben. Deshalb werden wir erst die Strategie klären”, versprach Obama. Obama hat die US-Truppen in Afghanistan bereits um 21000 Mann auf 68000 aufgestockt. Nach Einschätzung des US-Genralstabs sind 2000 bis 4000 zusätzliche Soldaten erforderlich, um eine Destabilisierung des Landes durch die Taliban zu verhindern. Dem vorläufigen amtlichen Endergebnis der afghanischen Präsidentschaftswahl begegnen die USA mit erheblicher Zurückhaltung. Präsident Obama erklärte, man wolle das Ergebnis zunächst analysieren. Trotz internationaler Betrugsvorwürfe hatte die Wahlkommission in Präsident Karsai mit 54,6 Prozent der Stimmen zum Sieger erklärt. Sein Herausforderer Abdullah Abdullah erhielt 27,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 38,7 Prozent.