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Sechs italienische ISAF-Soldaten bei Anschlag getötet

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Sechs italienische ISAF-Soldaten bei Anschlag getötet

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Bei einem Selbstmordattentat gegen ein Fahrzeug der NATO-geführten Afghanistan-Schutztruppe sind mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen, darunter sechs italienische Soldaten. Außerdem starben mindestens zehn afghanische Zivilisten. Mehr als 50 Menschen wurden mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Der Anschlag ereignete sich im Osten der Hauptstadt Kabul.

Seit Beginn des Einsatzes sind nun insgesamt 21 italienische Soldaten in Afghanistan ums Leben gekommen. Italiens Verteidigungsminister sprach im Parlament in Rom von “abscheulichen und feigen Angreifern”, die wieder einmal “in heimtückischer Weise zugeschlagen” hätten. Ignazio La Russa betonte, dass diese Bluttat nichts ändern werde am Standpunkt der italienischen Regierung, dass es einen internationalen Konsens gebe zu Afghanistan, und dass Italien keineswegs isoliert sei, wenn es an dieser Mission festhalte. 

Das Europa-Parlament in Straßburg gedachte der getöteten Soldaten mit einer Schweigeminute.
Die radikal-islamischen Taliban haben sich zu der Tat bekannt. Ein aus Kabul stammender Kämpfer
habe einen ISAF-Konvoi angegriffen, erklärte ein Sprecher.

Vor einer Woche waren bei einem Selbstmordanschlag der Taliban vor dem militärischen Teil des Flughafens von Kabul zwei Zivilisten getötet worden.