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EU kämpft gegen Bankerboni

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EU kämpft gegen Bankerboni

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Europa zieht gemeinsam in den Kampf gegen die Macht zu großer Banken und überhöhter Bonuszahlungen an Manager. Die Staatschefs der Europäischen Union stellten sich bei ihrem Sondertreffen in Brüssel hinter die entsprechende Initiative von Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Diese Position wollen sie beim Weltfinanzgipfel der führenden Volkswirtschaften nächste Woche in Pittsburg durchsetzen. EU-Ratspräsident Frederik Reinfeld sagte: “Die Bonusblase ist heute Nacht geplatzt. Wir akzeptieren nicht mehr, dass Gewinne der Banken bei den Instituten bleiben, die Verluste aber den Steuerzahlern aufgebürdet werden.”

Die Bonuszahlungen sollen begrenzt werden. Sonderzahlungen sollen sich am langfristigen Erfolg eines Geldhauses orientieren. Genaue Zahlen wurden nicht genannt. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy sieht aber noch Schwierigkeiten bei dem Weltfinanzgipfel auf die Europäer zukommen. Er sagte: “Wir sehen noch Probleme darin wie wir eine allgemeingültige weltweite Obergrenze für die Bonuszahlunge einziehen können. Für uns Europäer allein, wäre das kein Problem.” Erwirtschaftet eine Bank Verluste, sollen Bonuszahlungen für Manager ganz gestrichen werden. Die Eigenkapitalanforderungen bei systemrelevanten Banken sollen verschärft werden, ebenso wie die grenzüberschreitende Bankenkontrolle.