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Gemeinsam gegen Bonus-Praktiken

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Gemeinsam gegen Bonus-Praktiken

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Auf dem G-20-Gipfel an diesem Donnerstag im amerikanischen Pittsburgh wollen die Europäer als gemeinsame Front gegen maßlose Bonuszahlungen den USA die Stirn bieten. Es soll zukünftig verhindert werden, dass Banker von undurchsichtigen Geschäften profitieren und millionenschwere Boni einstreichen.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sagte, Pittsburgh werde nur dann ein Erfolg sein, wenn wirklich Einigkeit in Sachen Bonus erreicht werde. Das Problem sei in London nicht ausreichend behandelt worden. Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty glaubt nicht, dass die Banken bereit sind, ihre Bonus-Praktiken aufgeben. Er meint, das einzige, was helfen würde, wäre die Steuern für die Großverdiener zu erhöhen, für die Banker, die eine halbe Million oder eine ganze Million als Bonus abgriffen. Piketty sagte: “Steuern erhöhen und zwar so, dass es weht tut. Diese Millionen-Einkommen müssen massiv besteuert werden, nur so kann irgendetwas bewirkt werden.” Neben dem leidigen Thema Bonuszahlungen soll es beim Gipfel in Pittsburgh auch darum gehen, wie und ob die Konjunkturpakete gestoppt werden können. Und auch über den Klimawandel wollen die G-20-Politiker in Pittsburgh beraten.