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NATO will sich Russland nähern

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NATO will sich Russland nähern

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Nach der Aufgabe der Pläne für ein amerikanisches Raketenabwehrschild in Polen und Tschechien, kündigte auch die NATO eine Annäherung an Russland angekündigt. Weil von iranischen Kurz- und Mittelstreckenraketen eine größere Gefahr ausgehe als von Langstreckenraketen, hatte Präsident Barack Obama das umstrittene Vorhaben abgesagt.Anders Fogh Rasmussen erklärte in seiner ersten Rede als NATO-Generalsekretär, die Kooperation der NATO mit Russland sei keine Frage, in der man eine Wahl habe, sie sei vielmehr dringend notwendig. “Beide, die NATO und Russland haben einen großen Erfahrungsschatz was die Raketenabwehr betrifft. Wir sollten jetzt daran arbeiten, diese Erfahrung zu kombinieren und zu unserem gegenseitigen Nutzen einsetzen.” Rasmussen plädierte für einen “Neuanfang” in den Beziehungen zwischen der NATO und Russland. Dazu bedürfe es “mehr Realismus” auf beiden Seiten.

Die russische Erwartung, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion werde die NATO sich auflösen, sei ebenso unrealistisch gewesen wie die westliche, Russland werde künftig in allen Fragen einer Meinung mit dem Westen sein.   

Russlands Präsident Dimitri Medwedew hatte bereits die Pläne Obamas auf einen Verzicht der Raketenabwehr begrüßt und als verantwortungsvollen Schritt bezeichnet.