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Obama sucht Ausgleich mit Medwedew

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Obama sucht Ausgleich mit Medwedew

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Weil von iranischen Kurz- und Mittelstreckenraketen eine größere Bedrohung ausgehe als von Langstreckenraketen hat US-Präsident Barack Obama den umstrittenen Plan für einen Raketenschild in Polen und Tschechien aufgegeben. Obama kommt damit den Bedenken Rußlands entgegen, verzichtet aber nicht vollständig auf das Projekt.

“Irans Raketenprogramm stellt eine beträchtliche Gefahr dar. Deshalb will ich eine starke Raketenabwehr, die an die Bedrohungen des 21. Jahrhunderts angepaßt werden kann”, sagte Obama am Donnerstag. Anstatt eines Systems mit Stützpunkten und Radaranlagen in Tschechien und Polen, soll nun eine Raketenabwehr auf Schiffen installiert werden. Russlands Präsident Dmitri Medwedew begrüßte das Einlenken Obamas. “Gemeinsam werden wir effektive Maßnahmen ausarbeiten, die die Weiterverbreitung von Raketen betreffen. Diese Maßnahmen werden die Interessen aller Seiten berücksichtigen und alle Staaten Europa ein gleiches Maß an Sicherheit garantieren. Wir schätzen den verantwortugsbewußten Schritt des US-Präsidenten. Ich bin bereit den Dialog fortzusetzen”, erklärte Medwedew. Zu den erklärten Zielen Obamas zählt ein Neuanfang in den Beziehugnen zu Moskau. Der Kremel hat die bisherigen Pläne für ein Raketenschild als Provokation empfunden.