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Hilfe für Irland

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EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso ist nach Irland gereist. Wenige Wochen vor der zweiten irischen Volksabstimmung über den Lissabonvertrag, hat die EU-Kommission den entlassenen Mitarbeitern des Computer- und Chipherstellers Dell, finanzielle Hilfen in Höhe von 14,8 Millionen Euro zugesichert. Barroso wirbt in Irland auch für Zustimmung zum Lissabonvertrag und sagte: “Wie können wir respektiert werden? Wie können unsere Partner mit uns zusammenarbeiten, wenn wir nicht ein Mindestmaß an Stabilität in unseren Institutionen haben? Der Lissabonvertrag ist wichtig für uns.”

Barroso verkündete die Hilfen im Westen Irlands, im Ort Limerick. Der “keltische Tiger” leidet dort darunter, dass DELL rund zweitausend Jobs in der strukturschwachen Region gestrichen hat. Aber mit Hilfe Europas könne der Tiger wieder zu Kräften kommen. Und deshalb sollen die Iren, geht es nach dem Willen der EU-Kommission, am 2. Oktober für den Lissabonvertrag stimmen. Vor einem Jahr hatten die Iren bei dem Referendum sich gegen den Reformvertrag ausgesprochen und Europa in eine Krise gestürzt. Neue Umfrage belegen, dass es eine ganz knappe Entscheidung geben wird. Zumal auch der irische Europakritiker Declan Ganley überraschend wieder gegen das Reformwerk zu Felde zieht.