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Krisenwahlkampf in Griechenland

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Krisenwahlkampf in Griechenland

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Knapp zwei Wochen vor den Parlamentswahlen in Griechenland, liegen die oppositionellen Sozialisten in Führung. Laut Umfragen liegen sie mit ihrem Spitzenkandidaten Giorgos Papandreou mit 41 Prozent der Stimmen vorn. Die bürgerliche Nea Dimokratia kurz ND kommt demnach mit ihrem Spitzenkandidaten, dem Regierungschef Kostas Karamanlis auf knapp über 35 Prozent. Damit würden die Sozialisten eine hauchdünne Mehrheit von 151 Abgeordneten im 300-Köpfigen griechischen Parlament erringen.

Karamanlis hatte die vorgezogenen Parlamentswahlen für den 4. Oktober angesetzt. Er brauche, so die Begründung angesichts der internationalen Wirtschaftskrise ein frisches Mandat. Die Wirtschaftskrise macht Griechenland schwer zu schaffen. Die EU-Kommission geht davon aus, dass die Wirtschaftsleistung um bis zu 1,7 Prozent einbricht. Das Defizit steigt auf 5,7 Prozent. Die öffentlichen Schulden steigen auf über 100 Prozent und die Arbeitslosigkeit erreicht mit 15,5 Prozent einen neuen Höchststand. Die Bevölkerung gibt der amtierende Regierung eine Mitschuld an der Rezession, weil sie die Wirtschafts- und Finanzkrise schlecht gemanagt hat, so die Umfragen.