Eilmeldung

Eilmeldung

Staatsbegräbnis für italienische Soldaten

Sie lesen gerade:

Staatsbegräbnis für italienische Soldaten

Schriftgrösse Aa Aa

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung sind die sterblichen Überreste der sechs in Afghanistan getöteten italienischen Soldaten in Rom aufgebahrt worden. Zuvor waren die Särge mit allen Ehren empfangen worden. Für diesen Montag ist ein Staatsbegräbnis vorgesehen. Bei einem Bombenanschlag auf die ISAF-Truppe am vergangenen Donnerstag in Kabul waren neben den sechs Soldaten auch zehn Zivilisten ums Leben gekommen. Seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes sind insgesamt 21 italienische Soldaten ums Leben gekommen. “Dieses ist meine Arbeit, wir sind dafür trainiert worden, ich bin für den Einsatz bereit, ich könnte morgen schon nach Afghanistan gehen, wenn diese Entscheidung fällt”, so ein Soldat auf die Frage, wie er reagieren werde, wenn er entsandt werde. Neben der Bestürzung löste der Tod der Soldaten erneut eine politische Debatte über den Einsatz am Hindukusch aus. Italien hat dort rund 3.300 Soldaten stationiert. Der Vatikan sprach unterdessen sich für die Friedensmission in Afghanistan aus. Bei der Ankunft der Särge in Rom zugegen waren der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano sowie Mitglieder der Regierung Silvio Berlusconis. Berlusconi selbst nahm an dem Empfang auf dem Flughafen Ciampino nicht teil.