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Giftmüll. Streit um Entschädigung

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Giftmüll. Streit um Entschädigung

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Bei einem der größten Giftmüllskandale der jüngsten Zeit können die Opfer nun auf Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe hoffen. Die britische Handelsfirma Trafigura hat rund 31.000 Bürgern der Elfenbeinküste eine außergerichtliche Einigung angeboten. Jeder von ihnen soll einen Betrag von rund 1.000,oo Euro erhalten, wenn sie die Sammelklage gegen die Firma in London zurückziehen. Doch die 150 Millionen Euro Klage steht. Marvin Quattara, er vertritt die Opfer erklärte: “Die Toten des Giftmülls erkennt Trafigura nicht an. Für die Opfer, gleichgültig wie schwer ihre Erkrankungen sind, bleiben nur 750.000 Francs. Die Opfer werden einfach nicht gemäß ihrer Verletzungen entschädigt.”

Im September 2006 hatte der Frachter “Probo Koala”, gechartert von Trafigura, illegal Giftmüll in der größten ivorischen Stadt Abidjan abgeladen. 17 Menschen starben, 69 erkrankten schwer. Mehr als 100.000 Personen mussten ärztlich behandelt werden, nachdem auf mehreren Müllkippen der Stadt hochgiftige Rückstände aus dem Frachtschiff aufgetaucht waren. Im Februar 2007 einigten sich Trafigura und die Regierung der Elfenbeinküste auf die Zahlung von 150 Millionen Euro Wiedergutmachung. Die Verantwortung für den Müll wollte die Firma mit Sitz in London, Amsterdam und Genf nicht übernehmen.