Eilmeldung

Eilmeldung

Klimasondergipfel soll "Kopenhagen" retten

Sie lesen gerade:

Klimasondergipfel soll "Kopenhagen" retten

Schriftgrösse Aa Aa

Kurz vor dem Gipfeltreffen von Kopenhagen geht es heute schon in New York um den Klimawandel: Bei der UNO treffen sich rund einhundert Staats- und Regierungschefs.

Zum ersten Mal in seiner Amtszeit wird Amerikas Präsident Barack Obama bei einem Gipfeltreffen der UNO sprechen. Auch Chinas Staatspräsident Hu Jintao ist vertreten. Die USA und China sind beim Ausstoß von Treibhausgasen die größten Umweltsünder. Die Vereinten Nationen hoffen, mit dem eintägigen Treffen frischen Wind in die festgefahrenen Verhandlungen um das neue Klimaabkommen zu bringen. Dieses Abkommen soll im Dezember in Kopenhagen vereinbart werden und das bisher geltende Kyoto-Protokoll ersetzen. “Wir können uns in Kopenhagen einigen”, meint Yvo de Boer, der UNO-Klimaverantwortliche; “aber man muss da auch realistisch sein, weil die Zeit knapp wird. Ich glaube aber auch, dass der Klimawandel inzwischen soviel Aufmerksamkeit bekommt wie nie zuvor. Die Politiker stehen jetzt im Schweinwerferlicht, nun müssen wir sie zum Handeln bewegen.” Das Kyoto-Protokoll legte Ziele fest, nach denen weniger Treibhausgase ausgestoßen werden sollten – die Gase also, die für eine Erderwärmung verantwortlich gemacht werden. Das Protokoll läuft aber 2012 aus, und bei der Arbeit am Kopenhagener Abkommen gibt es Streit: Zum Beispiel um den künftigen Treibhausgasausstoß der Industrieländer – aber auch darum, wie viel Geld die Entwicklungsländer bekommen, damit auch ihre Wirtschaft wachsen kann, aber klimafreundlich. Das große Ziel ist, dass sich die Erde um höchstens zwei Grad erwärmen darf, verglichen mit der vorindustriellen Zeit.