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Spitzelaffäre in Portugal: Präsident entlässt engen Berater

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Spitzelaffäre in Portugal: Präsident entlässt engen Berater

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Der Skandal um die angebliche Bespitzelung im portugiesischen Präsidentenpalast geht weiter. Vier Tage vor den Wahlen hat Präsident Cavaco Silva jetzt seinen engsten Berater und Pressesprecher gefeuert.

Fernando Lima, soll der Zeitung Publico Informationen zugespielt haben, wonach Cavaco glaube, der Präsidentenpalast würde vom Geheimdienst abgehört. Dies hatte das Konkurrenzblatt Diario de Noticias am Freitag berichtet. Das Brisante an der Geschichte: Der Geheimdienst untersteht dem sozialistischen Regierungschef Jose Socrates, und somit Cavacos grösstem Konkurrenten bei den Parlamentswahlen am kommenden Sonntag. Bis jetzt ist nicht bewiesen, ob der Präsident tatsächlich ausspioniert worden ist. Cavaco kündigte an, sich erst nach den Wahlen zu der Affäre zu äussern. In diesem gespannten Klima absolvieren die Kandidaten ihre letzten Wahlkampfauftritte. In aktuellen Umfragen liegen die Sozialisten um Premierminister Jose Socrates vor den Sozialdemokraten, denen Cavaco Silva angehört.