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Zusammenstöße in Honduras

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Zusammenstöße in Honduras

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Die Polizei in Honduras hat mit Gewalt Anhänger des geschassten Präsidenten Manuel Zelaya vertrieben, die sich vor der brasilianischen Botschaft versammelt hatten. Dort suchte das Staatsoberhaupt Zuflucht, nachdem er aus dem Exil zurückkam, um erneut die Macht in dem mittelamerikanischen Land zu übernehmen.

Zelaya war im Juni nach einem Referendum zu seiner Wiederwahl gezwungen worden, das Land zu verlassen. Seither versuchte er alles, um wieder an die Macht zu kommen. Sein Gegner, der frühere Parlamentspräsident und Präsident ad interim, Roberto Micheletti, machte unterdessen Zelaya für die Ausschreitungen verantwortlich. Bei diesen wurden mehrere Menschen verletzt. Zahlreiche Staaten verurteilen die gewaltsame Absetzung Zelayas und betrachten ihn nach wie vor als den rechtmäßigen Präsidenten des Landes. Die Europäische Union mahnte die Konfliktparteien angesichts der sich zuspitzenden Lage zur Besonnenheit.