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Aussenseiterin wird UNESCO-Chefin

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Aussenseiterin wird UNESCO-Chefin

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Überraschung bei der UNESCO: Die bulgarische Diplomatin Irina Bokowa soll neue Chefin der wichtigsten internationalen Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur werden. Der Exekutivrat der UNESCO nominierte die 57-Jährige als Nachfolgerin des Japaners Koichiro Matsuura, dessen Amtszeit im November endet

“Ich habe nie die Ansicht vertreten, dass zwischen verschiedenen Gesellschaften Unterscheide gemacht werden. Die UNESCO hat es sich zum Ziel gemacht für Toleranz und Dialogbereitschaft zu stehen und für einen neuen Humanismus zu kämpfen. Das ist meine Vision: ein neuer Humanismus für das 21. Jahrhundert”, sagte Bokowa. Sie hatte sich zuvor in einer Stichwahl gegen den ägyptischen Kulturminister Faruk Husni durchgesetzt. Dessen Kandidatur war umstritten. Menschenrechtsorganisationen, Intellektuelle und Politiker hatten dazu aufgerufen, ihn nicht zu wählen. Er soll anti-israelische Äußerungen von sich gegeben haben. Am 15. Oktober muß die Wahl Bukowas noch von der Genralkonferenz bestätigt werden. Sie wäre die erste Frau an der Spitze der UNESCO.