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Briefwahl liegt im Trend

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Briefwahl liegt im Trend

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In Deutschland wird die Briefwahl immer beliebter. Aus Umfragen geht hervor, dass bis zu 20 Prozent der Wahlberechtigten ihr Kreuzchen zu Hause oder in einem der Wahlbüros ihrer Stadt machen könnten. Experten begründen dies mit der gestiegenen Bequemlichkeit der Bürger. Ausgezählt werden die vorab abgegebenen Stimmen jedoch erst am Wahlsonntag, nach der Schliessung der Wahllokale.

Für Kandidaten hat der Endspurt um den Einzug ins Kanzleramt und um die Gunst der noch unentschiedenen Wähler längst begonnen. Die Bundeskanzlerin baut im Wahlkampf vor allem auf ihre persönliche Beliebtheit und auf ihr internationales Verhandlungsgeschick. Am Donnerstag reist Angela Merkel zum G20-Gipfel nach Pittsburgh. Dort will sie sich für strengere Regeln für Banken starkmachen. Innenpolitisch bleibt sie dagegen unkonkret. Präzise Ziele und Forderungen für die nächste Legislaturperiode in Deutschland formulierte sie bislang nicht. “Das ist das, was man ihr jetzt im Wahlkampf vorwirft, denn es ist schwer zu erkennen, welche Positionen sie vertritt”, sagte der Politik-Professor Nils Diederich. Laut aktuellen Umfragen des Forsa-Institus konnte die SPD leicht aufholen, liegt jedoch weiterhin hinter den Christdemokraten, die leicht einbüssten. Kurz vor der Wahl ist also noch nicht sicher, ob sicher, ob Angela Merkel ihre Wunschkoalition mit der FDP durchsetzen kann. Wahlforscher halten auch eine erneute grosse Koalition mit der SPD für möglich.